Bankrott der Bildungsgesellschaft: Pädagogik in by Iwan Pasuchin

By Iwan Pasuchin

Die imaginative and prescient von einer Bildungsgesellschaft, in der das durch Lernen akkumulierte Wissen die zentrale ökonomische Ressource darstellen sollte, wurde im Zuge des Crashs des entfesselten Kapitalismus endgültig advert absurdum geführt. Immer mehr Menschen, die an das Versprechen glaubten, auf foundation einer höheren Qualifizierung Wohlstand oder wenigstens einen sicheren Arbeitsplatz zu erlangen, sehen sich um die Früchte ihrer Anstrengungen betrogen. Im Endeffekt erwiesen sich die Proklamation der Informations- bzw. Wissensgesellschaft und mit ihr die Verheißung einer Wirtschaftsform, in der Investitionen in den eigenen Kompetenzzuwachs reichlich belohnt würden, als Hebel zur sukzessiven Rückeroberung der Macht sowie zur Vervielfachung des Vermögens finanzieller Eliten seit Mitte der 1970er Jahre. Das Buch untersucht den Einfluss von Politik sowie (Medien-) Soziologie auf diesen Prozess und richtet den Fokus auf seine Implikationen für das pädagogische Denken und Handeln. Abschließend erfolgt das Aufzeigen möglicher Wege, wie Bildungsverfahren unter Berücksichtigung politökonomischer Kontexte sinnvoll gestaltet werden können.

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264). „Beta“-Version ist eigentlich eine Bezeichnung für eine noch nicht für den öffentlichen Verkauf bestimmte Probevariante eines Programms, die von ausgewählten „Betatestern“ hinsichtlich eventueller Fehler und Optimierungsmöglichkeiten analysiert wird. In der heutigen Zeit von manchmal bereits schon täglichen Softwareupdates entwickelt es sich zunehmend zum Normalfall, dass solche Versionen (mit einem entsprechenden Warnhinweis) dem Endkunden zur Verfügung gestellt werden. O’Reilly (2005) spricht in diesem Zusammenhang vom „ewigen Beta“.

Denn ihnen zufolge werden sich alle bestehenden Probleme ohne staatliche Eingriffe (mit Hilfe neuer Informations- und Kommunikationstechnologien) von selbst lösen und die Menschheit in ein goldenes Zeitalter des wunschlosen Glücks überführen. Deswegen wundert es auch nicht, dass sie häufig von führenden Vertreter/innen der ‚Neuen Rechten‘ zur „wissenschaftlichen Fundierung“ ihrer Politik eingesetzt werden. So basierte auch der vom Anführer der ‚Republikanischen Revolution‘ (bei der die Konservativen 1994 die Mehrheit in beiden Häusern des US-amerikanischen Parlaments gewannen) Newt Gingrich mitverfasste Vertrag mit Amerika (House of Representatives 1994) zu einem großen Teil auf den Ideen seines (von Bell so bezeichneten) Mentors Alvin Toffler (vgl.

Aus dem Jahre 1989 schrieb Francis Fukuyama, die zeitgenössischen Ereignisse wären nicht nur gleichbedeutend mit dem Ende der Ideologien, sondern ebenso mit „an unabashed victory of economic and political liberalism“. In den letzten Jahren hat dieser Begriff bzw. die Gegenüberstellung Fordismus / Post-Fordismus im wissenschaftlichen sowie öffentlichen Diskurs bedeutend an Attraktivität verloren. a. damit, dass die Auswirkungen der mit diesen Termini implizierten Entwicklungen heute so offensichtlich sind, dass es kaum Sinn macht, sich auf dahinter stehende Theorien zu berufen.

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