Assistenzinteraktionen: Zur Interaktionsordnung in der by Lakshmi Kotsch

By Lakshmi Kotsch

Das Modell der „Persönlichen Assistenz“ soll dazu beitragen, die Selbstbestimmtheit von Menschen mit körperlichen Behinderungen zu ermöglichen. Lakshmi S. Kotsch geht der Frage nach, welche Konsequenzen das Selbstbestimmungspostulat für die Interaktionen in den davon betroffenen Hilfebeziehungen hat. Die videographisch angelegte Studie zeigt, dass sich Assistenzinteraktionen tatsächlich nach den Relevanzen der Assistenznehmer richten und insofern deren „Selbstbestimmtheit“ (im Verständnis der Assistenzidee) ermöglichen. Der Blick auf die information von Assistenzinteraktionen macht aber auch deutlich, dass der Spielraum, die einzelnen Interaktionen zu gestalten, wesentlich größer ist, als es das Assistenzmodell konzeptionell vorsieht.

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3 Zusammenfassung Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass in den zitierten Arbeiten und bezogen auf die herkömmliche Pflege eine Asymmetrie zugunsten der Pflegenden konstatiert wird, die ihren Ausdruck u. a. in der kommunikativen Dominanz der Pflegekräfte sowie in der Macht, die diese über die Pflegebedürftigen auszuüben in der Lage sind, findet. Die zitierten Forschungsergebnisse lassen sich aber auch dahingehend verstehen, dass diese als solche interpretierte Dominanz des Pflegepersonals auch in dessen Bemühungen zum Ausdruck kommt, der Kommunikation den Charakter eines weniger unpersönlichen Gespräches zu geben.

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses stellt jedoch ein letztes Mittel dar, weil dessen Einsatz eben auch die Beendigung der Assistenzbeziehung impliziert. Das Mittel als solches kann also ausschließlich als Drohmoment, eben als Möglichkeit, Wirkung auf die konkreten Interaktionen ausüben; wird es hingegen einmal eingesetzt, endet die Interaktionsgeschichte (zumindest in der bisherigen Form) zwischen den Beteiligten. Aber nicht nur die Assistenznehmer, sondern auch die Assistenten verfügen über formale Macht: Auch sie haben die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis zu kündigen.

Denn es werden nicht allein die interessierenden Aktivitäten technisch unterstützt aufgezeichnet, sondern auch „Feldbeobachtungen, Feldinterviews und Informanteninterviews“ (Knoblauch 2001, S. 133) durchgeführt. ) mit dem Feld erwerbe – insofern, als die Beobachtung der interessierenden Aktivitäten zwangsläufig eine fundiertere Kenntnis derselben nach sich zöge (vgl. ). Die Wahl des soweit umrissenen methodischen Vorgehens basiert auf dem dieser Arbeit zugrunde liegenden Erkenntnisinteresse: Zum einen interessieren die Interaktionsstrukturen, die sich im Bereich der Persönlichen Assistenz körperbehinderter Menschen herausbilden.

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